Wäre die große Katastrophe in Nepal zu verhindern gewesen?

Am diesem Samstag, gab es in Nepal, rund 80 km von der Hauptstadt Kathmandu entfernt ein Erdbeben mir der Stärke 7,9. Bis jetzt sind nur Berichte und Bilder von Kathmandu und seiner Umgebung gekommen, da die Gegend wo das Epizentrum ist vor dem Erdbeben schon schwierig zu erreichen war, kommt man jetzt erst recht nicht dorthin und wenn dann nur mit einem Helikopter. 

Bist jetzt ist schon die Rede von 6 300 Todesopfern, die Zahl kann/wird aber noch steigen, da man noch keine Zahlen von den entlegenden Gebieten hat (Stand 01.05.2015).

Wenn man sich jetzt schon mal vorstellt, wie groß die Zerstörung 80 km vom Epizentrum entfernt ist, wie groß wird dann erst die Zerstörung in den armen und kleinen Dörfen und Städten sein? Dazu kommt ja noch, dass man in der Hauptstadt mit Backsteinen und vereinzelt auch Beton gebaut hat. Auf dem Land, sind die meisten Gebäude schon alle alt und morsch, was so schnell zur Todesfalle werden kann. 

In Nepal ist gerade Tourist-Saison, daher waren auch viele Touristen in Kathmandu. Viele alte Sehenswürdigkeiten wurden durch das starke Erdbeben zerstört. Darunter sind wohl immernoch Menschen und auch ausländische Touristen verschüttet (s. Bild 1). 

Auf diesem Bild sieht man eine eingestürztest Religiöses Gegäude mit einem Mann, der weint
Da Nepal sowieso schon das viert ärmste Land auf der ganzen Welt ist, wird es es in Zukunft nicht leichter haben. Nepal ist nur in der Textiliendustrie und in der Landwirtschaft tätig . Die Textilien werden als einzigste nennenswertes in großen Mengen exportiert. Der Mais oder Reis wird nicht exportiert, sondern nur im Land selbst verkaufft und verbraucht.

Außerdem hat Nepal ein Wasserkraftwerk, was aber durch das Erdbeben wohl stark beschädigt ist. Das heißt nun für ganz Nepal, dass sie flächendeckend kein oder wenig Strom haben. Wer kann hat sich ein Generator besorgt, der aber auch schwierig zu betreiben ist, da fossile Brennstoffe auch knapp sind. Was aber noch schlimmer ist, dass in der Nähe des Wasserkraftwerkes es wohl zu kleinen Überflutungen gekommen ist. Daher ist aber Nepal auch größtenteils nicht mehr mit Trinkwasser versorgt. Zum Glück sind jetzt auch viele Hilfsorganisationen nach Nepal unterwegs. Es sind schon tonnenweise Güter aus aller Welt angekommen. 

1944 verwüstete ein Erdbeben Nepal, mit ungefähr gleicher Stärke, wie dieses. Natürlich waren damals die Schäden nicht so schlimm wie heute, da man damals nicht so stark auf die Trinkwasser- und Essensversorgung angewiesen war. Aber trotzdem brauchte man bis 2010 bis die Regierung mitteilte, dass alle Sanierungen im ganzen Land abgeschlossen sind.

Aber das  Erdbeben am Samstag ist so stark gewesen, dass auch in Indien, Thibet und China Schäden entstanden sind. In Indien sind rund 70 Menschen gestorben.

Am Mount Everst, kam es durch das Erdbeben zu vielen Lawinen und Steinstürzen. Bis jetzt sind von 18 Toten im Basislager berichtet worden, was so der schwarzeste Tag des Everest-Tourismus ist. Im Basislager hielten sich rund 1000 Menschen auf. Die Todeszahl kann, wie auch in Kathmandu noch weiter steigen, da auf dem Mount Everest noch immer Menschen festsitzen, da die Rüchwege zerstört sind. Diese werden aber weiter hin mit Helikoptern ins Basislager geflogen. Nach der deutschen Zeitrechnung sollten alle Bergsteiger gegen Nachmittag des 28.04 im Basislager eingetroffen sein.

Hier sieht man das stark verwüstete Basislager am Fuße des Mount Everest
   

Dieses Foto schoss ein Augenzeuge genau im richtigem Moment, als gerade eine riesige Lawine auf ihn zurast
 
Man hätte aber all dies verhinder können. Denn schon vor vier Jahren wusste man schon, dass es bald zu einem straken Erdbeben kommen würde. Man kann jetzt ja aber auch nicht die Menschen für all die Jahre evakuieren. 

Alle Hilfsorganissationen helfen „erst“ (sie können es ja in den meisten Fällen nicht voraussehen, in diesem aber schon) wenn ein Unglück passiert  ist. Aber wenn die Wissenschaftler dies schon vor vier Jahren gewusst haben, dann hätte die Regierung, Hilfsorganisationen oder auch andere Staaten wie Deutschland in Nepal „investieren“ können, damit die Gebäude und generell die Infrastruktur verbessert und vielleicht auch Erdbebensicher gemacht werden könne. So könnten erstens tausende Menschenleben gerettet werden und zweitens wäre das auch eine „Investition“ in die Zukunft, da immer wieder solche schwere Erdbeben passieren können. Leider hat sich herausgestellt, dass es in Nepal jetzt wohl häufiger schwere Nachbeben geben wird, was den Aufbau Nepals weiter verhindern wird. 

Also da frage ich mich, warum das diese Staaten nicht machen? Die Antwort wird wohl lauten, dass es für sie keinen handfesten Anlass dafür gibt, denn es sind ja nur „Spekulationen“. Wenn aber die Katastrophe passiert ist, dann müssen sie ja aus moralischen Gründen sofort handeln. Aber auch wenn nur ein Staat oder eine Organisation so etwas machen würde, dann würde es leider nicht sehr viel helfen, da es so viele „Baustellen“ gibt, die rund um die Welt noch beendigt werden müssten.

Daher sind auch sie gefragt. Ich bitte sie zu Spenden! Diese Menschen haben ihre Geliebten und ihr Hab und Gut verloren! Dazu geht noch Nahrung und Wasser aus! Helfen sie!

Spenden bei der Diakonie 

Spenden bei dem DRK

Spenden bei UNICEF

Wäre die große Katastrophe in Nepal zu verhindern gewesen?

16 Gedanken zu “Wäre die große Katastrophe in Nepal zu verhindern gewesen?

  1. Ich hoffe, das klingt nicht frech, aber ich bin beeindruckt von der reflektierten Abwägung. Ich war in deinem (wir duzen uns im Netz doch noch standardmäßig?) Alter wesentlich dogmatischer und rigoroser in meinen Forderung nach Weltverbesserung.
    Was die Sache mit den Investitionen angeht, möchte ich dir noch ein wenig zu bedenken geben: Auch Hilfsinfrastruktur vor Ort in Bereitschaft zu halten, kostet Geld. Ausrüstung muss regelmäßig gewartet, Ersatzteile müssen kontinuierlich teuer herbeigeschafft werden, weil sie im Land nicht verfügbar sind, … Dementsprechend ist es meiner Ansicht nach effektiver, das Risiko in Kauf zu nehmen und dort zu investieren, wo es am schlimmsten brennt.
    Entwicklungsarbeit als andere Art der Investition hingegen ist ein langwieriger Prozess, der nur mit der Bevölkerung gemeinsam geleistet werden kann. Da sind die genannten vier Jahre nicht viel, um etwas zu bewirken.

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    1. Ich finde es zwar nicht gut, dass du es „gut“ findest, dass du so Menschenleben in Kauf nimmst, aber ich kann dich verstehen. Was ich aber meine, dass an der Börse (bin da auch tätig) so viel Geld verdient wird, viele Staaten sehr viel Geld in unnützes stecken (Militärteugs) und die Kirche (Katholische) sehr viel Geld und Macht hat und diese dann auch einsetzten könnten.

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  2. Dogmatisch=widerspruchslos eine feste Position vertreten, rigoros=ohne Rücksicht auf andere Dinge

    Und ich habe versucht, dir ein Lob mitzuteilen. 🙂 Was alles Weitere betrifft, wäre die Welt ein schönerer Ort, gäbe es den unberechenbaren Eigensinn und die vielfältigen berechtigten Bedürfnisse der Menschen nicht. Politik ist, wie du richtig siehst, ein mühevolles und langwieriges Geschäft. Dass ich das „gut“ finde, wie es ist, wäre zu viel gesagt, ich sehe nur nicht, dass es anders besser ginge, zumindest nicht so, dass es am Ende funktioniert.

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  3. Ich möchte mich in die Diskussion einklinken. Ich denke, es ist schlichtweg nicht möglich, solche Katastrophen zu verhindern. Man weiß zwar ungefähr, wo die Gefahr für Erdbeben (besonders stark) gegeben ist, aber ob und wenn ja wo und wann genau eine Region betroffen ist, das kann man nun mal nicht vorhersagen. Man darf nicht vergessen, auch andere Regionen und Länder sind stark gefährdet und „warten“ teilweise auf die Katastrophe.

    Und selbst wenn man genauestens gewusst hätte, dass genau jetzt die Erde in Nepal in dieser Stärke Beben würde, hätten -wie auch Zeilenende schon erwähnte- die vier Jahre nicht mal annähernd gereicht, um alle zu schützen. Wo hätte man anfangen sollen? Und wenn ich ehrlich bin: Ich glaube nicht daran, dass man die Natur austricksen und Häuser wirklich erdbebensicher machen kann. Diese Sicherheit ist nur solange gewährleistet, bis das nächste, noch stärkere Erdbeben kommt. Auch im Vergleich zu anderen Nöten – welches Leid möchte man zuerst lindern? Man kann das nicht abwägen und gegeneinander aufwiegen.

    Man kann nur für sich selber entscheiden, wo man selber unterstützend tätig sein möchte, in welcher Form auch immer.
    Du hast für Dich entschieden, dass Du Dich in dieser Sache informierst und engagierst. Das finde ich super!

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    1. Ich stimme ihn und „Zeilenende“ zu, aber in einem Aspekt haben sie sich geirrt. Es gibt schon ziemlich lange Erdbebensichere Gebäude und diese werden auch gebaut, aber nur in den Ländern wo man auch genug Geld hat. Und das ist leider der Fall in Nepal nicht gewesen. Daher meinte ich ja auch, dass man da etwas mehr gemacht haben könnte. Das beste Beispiel ist dafür das Erdbeben vor 1 oder 2 Jahren, ich weiß nicht mehr genau, als das große Erdbeben vor der Küste Japans war. Das Erdbeben traf mit einer Stärke von 6-7 auf Tokyo. Und was geschah? Zum Glück kaum etwas, es sidn zwar ein paar Ziegelsteiene heruntergefallen, aber kein Erdbeben sichers Gebäude ist eingestürzt. Zu dem kommt auch noch, dass in Tokyo sehr hohe Wolkenkratzer stehen.
      Sie könne das gerne im Internet checken, aber sonst haben sie auch Recht, denn jeder hat seine ganz eigene Meinung.

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      1. Oh, ich glaube, da haben wir uns missverstanden. Natürlich gibt es sog. erdbebensichere Gebäude, aber ich bin fest davon überzeugt, dass irgendwann ein Erdbeben ode eine sonstige Katastrophe mit einer solchen Wucht kommt, dass diese Sicherheit dann auch nichts mehr nützt. Oder ein „Erdspalt“ entsteht und die Häuser einfach abstürzen. Oder ein AKW zerstört wird, so dass die erdbebensicheren Häuser auch nichts mehr nützen. So gerne viele Menschen völlige Sicherheit herstellen möchten, so wenig geht das.

        Ich hoffe, ich konnte nochmal etwas mehr verdeutlichen, wie ich das meine. 🙂

        Trotzdem: Ich finde es super, dass Du Dich engagierst. Und, wer weiß, vielleicht werden Deine Gedankengänge irgendwann der Auslöser für DiE Lösung in puncto Sicherheit sein. 🙂

        Ach so, Du brauchst mich nicht siezen :). Ich bin die Paula 😉

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      2. Ok, danke Paula für deine Verbesserungen. Das wäre schon gut, wenn ich das sein würde, Auerbach glaube so weit wird es nicht kommen 😄. Dann Dankeschön und noch ein schönen Abend.

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  4. Ich denke auch nicht, dass diese Katastrophe zu verhindern gewesen wäre, denn geologisch und tektonisch ist dort ein sehr gefährdetes Gebiet wie auch in anderen Teilen der Welt.
    Du kannst nicht alle Menschen aus gefährdeten Gebiete evakuieren und auch nicht aus Trockengebieten der Erde, besonders da, wo die Wüsten sich ausbreiten, Menschen umsetzen.
    Andere Lösungen sind gefragt . Aber das ist ein bekanntes Problem.
    Allein das Geld, das in Waffen und Kriegsmaschinerie gesteckt wird, könnte so viele Menschen vor dem sicheren Tod retten, aber das ist illusorisch.
    Der Mensch zerstört die Welt durch seine Aktivitäten und die Natur auf ihre Weise.
    Sicherheit gibt es nicht – nirgendwo.

    Liebe Grüße zum Abend,
    Anna-Lena

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    1. Du hast im allem Recht, besonders, dass zu viel Geld für das Militär ausgegeben wird. Aber aus den Trocken Gebieten fliehen schon massenhaft Menschen. Ich komme auf diesen Aspekt in meinen nächsten Eintrag, der gerade in Arbeit ist. Ein eigenen Artikel ist auch schon in Arbeit

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